visuell
- malerei
konkret: das licht die zeit
fügt
man einem teil einer farbfläche eine oder mehrere schichten
derselben farbe hinzu, ergeben sich zwei zonen, eine dunkle und eine
helle. wechselt der betrachter (oder das licht, das objekt) seinen
standort, tauschen beide zonen an einem bestimmten punkt gleichzeitig
ihren status: was hell war, wird nun dunkel, was dunkel war, wird hell.
aussergewöhnlich an der verschiebung ist der faktor zeit.
betrachtet man die fläche 24 stunden lang bei gleichbleibendem
licht von demselben standort aus, reist man mit ihr zusammen einmal um
die erdachse, ohne je das wechselspiel dunkel/hell miterlebt zu haben.
der betrachter (oder das licht, das objekt) muss sich also bewegen,
vorwärts oder rückwärts in der zeit, damit die
verschiebung wahrnehmbar wird.




stationäre
verschiebungen, acryl auf ungrundierter baumwolle, je ca. 110x110x7 cm,
1996 bis 2009
- zeichnung




oelkreide
auf baumwollbütten, je ca. 56x38 cm: "manser, mehr,
meienberg";
"biedermann, jelinek"; "banlieue, bethlehem"; "bambi, dolly, heidi";
"guantánamo, kafka"








"mäander",
zeichen
einer landschaft; jaunpass,
2008